Atelierausstellung am 12.10.2019

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POETIK…………DER FORM

ATELIERAUSSTELLUNG MIT KARL- HEINZ TILL UND MONIKA DEBUS im HOFGUT APPENBORN

Zur Vernissage Samstag 12.10.2019 um 15.00 Uhr wird Monika Debus anwesend sein.
Die Ausstellung ist Samstags und Sonntags jeweils von 14.00 – 17.30, sowie nach telefonischer Vereinbarung (06407 1293) geöffnet .

Monika Debus ist Preisträgerin beim diesjährigen Westerwalpreis der Keramik . Der Westerwalpreis der Keramik gilt als einer der renomiertesten und bestdotierten Keramikpreise Europas.

Monika Debus schreibt über ihre Arbeit:
„ Seit 1993 habe ich ein eigenes Atelier und beschäftige mich seitdem intensiv mit der Formensprache des keramischen Gefäßes.
Meine Arbeit konzentriert sich dabei in erster Linie auf das Malen und in zweiter Linie auf das Bauen einer Form, und meiner einfachen Art zu malen versuche ich durch eine einfache Plattenbautechnik zu entsprechen. Technisch komplizierte Dinge, die eine genaue Planung erfordern liegen mir eher fern. Ich überlasse gerne dem Zufall eine gewisse Rolle.
In einem Salzbrand bei niedriger Temperatur – im Gasofen bei 1140°C in einer reduzierenden Atmosphäre gebrannt – erhält die matte Oberfläche leichte Anflüge von Salz, die die Farben verändern und sie voll hell nach dunkel modulieren. Pinselstriche werden sichtbar. Der Einfluß des Salzes ist nur zu einem gewissen Grad vorausbestimmbar, es kann eine Arbeit verbessern, sie aber auch zerstören. „
„…..Das Zusammenspiel organisch wirkender Formen und von Farbmalerei prägt die Arbeiten von Monika Debus. Versiert im Umgang mit Werkstoffen und Technik, schafft sie mit innovativer Gestaltungskraft aus Gefäß, Plastik und freier Malerei homogene Werke von künstlerischer Eigenwertigkeit.“ (Dr. Elisabeth Kessler-Slotta )

Karl-Heinz Till zeigt Zeichnungen und neue Keramiken – Gefäße und Objekte – aus dem Holzbrennofen.
In seinen Zeichnungen werden auf einem Wachsuntergrund mit der Rohrfeder Farbe – gelöste Pigmente aber auch Asche – aufgetragen. So entstehen Zeichnungen die an Gedichte erinnern.
Seine Keramischen Arbeiten sind frei aufgebaut und werden bei einer Temperatur von annähernd 1400 Grad
im holzbefeuerten Ofen gebrannt .
Aschanflugglasuren und Salz – das zum Brandende in den Ofen gegeben wird – prägen die Oberfläche der Arbeiten. So wird jedes Stück zum Unikat und der Vorgang des Brennens zum originären Bestandteil der Arbeiten von Karl-Heinz Till.
Die Brandführung, das Plazieren der Gefäße im Ofen und die Dauer des Brandes sowie die Auswahl der Holzarten bestimmen ganz wesentlich den Charakter der Arbeiten.
Sind die Gefäße durchaus zum Gebrauch bestimmt, so entstehen die Objekte bedingungslos, keiner Funktion gehorchend.