Passivhaus-Ausstellung vom 03.-29.01.2018

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Eröffnung der „Passivhaus“ – Ausstellung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vom 03. bis zum 29. Januar 2018 im Rathaus der Gemeinde Rabenau, Eichweg 14, 35466 Rabenau.

„Passivhaus“: Mit dieser Ausstellung informiert das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung über den „Passivhaus-Standard“ bei Wohngebäuden innerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung.
Auf 16 Schautafeln, zwei interaktiven Hausmodellen und vier interaktiven Technik-Exponaten wird der Passiv-Haus-Standard in der Ausstellung beschrieben. Die Ausstellung informiert umfassend von A wie „Altbaumodernisierung“ bis Z wie „Zertifikat zur Bauqualität“.
„Mit der Ausstellung steht eine höchst informative und unterhaltsame Informationsquelle zu einem wichtigen Thema zur Verfügung“, so Klaus Fey von der „Hessischen Energiespar-Aktion“, der am Donnerstag, 11. Januar 2017, in der Zeit von 14:00 – 17:30 Uhr mit einem regionalen Energieberater für individuelle Fragen im Rathaus zur Verfügung steht.
Die Effizienz im Energiebereich ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Ziele des Hessischen Energiegipfels zu erreichen. Sie ist ein Schlüssel für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Hessen. Energieeffizienz gehört damit zu einem der bedeutendsten Handlungsfelder für das Land Hessen und seine Kommunen. Vor allem im Gebäudebereich müssen wir den Energieverbrauch erheblich reduzieren.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung stellt den Kommunen eine Wanderausstellung zum Thema Passivhaus zur Verfügung, um die Bürgerinnen und Bürger über den Passivhaus-Standard zu informieren. Der Passivhaus-Standard spielt nicht nur im Neubau eine besondere Rolle, sondern auch bei der Altbaumodernisierung mit Passivhaus-Komponenten wird eine Heizenergieeinsparung von bis zu 90% erzielt.

Die Wanderausstellung wird den hessischen Städten und Gemeinden kostenfrei und mit umfangreicher Unterstützung zur Verfügung gestellt.

Hintergrund ist: In Hessen gibt es 1,36 Millionen Wohngebäude mit etwa 2,83 Millionen Wohnungen. Etwas mehr als zwei Drittel davon wurden vor 1978, also vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet und knapp ein weiteres Viertel von 1979 bis 2000, also vor dem Erlass der ersten Energieeinsparverordnung im Jahr 2002. Nur etwa 6 Prozent der Bestandsgebäude sind nach der Jahrtausendwende fertiggestellt worden.

Der Hessische Energiegipfel hat 2011 als Ziel für das Jahr 2050 definiert, Hessen bei Strom und Wärme möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist unter anderem eine signifikante Erhöhung der Modernisierungsraten beim Wärmeschutz und bei der Wärmeversorgung notwendig. Dabei ist eine möglichst hohe Qualität der energetischen Modernisierungsmaßnahmen unabdingbar. Mit der heute zur Verfügung stehenden Technik können Altbauten weitestgehend dieselben Anforderungen erfüllen wie Neubauten.

Die Hessische Landesregierung hat die Passivhausbauweise von Anfang an fördernd unterstützt: Bereits 1990 wurde mit dem Passivhaus Darmstadt Kranichstein erstmals in Europa ein Wohngebäude mit einem Heizenergieverbrauch unter 12 kWh pro Quadratmeter und Jahr errichtet. Die sehr guten Erfahrungen mit dieser Bauweise haben die Nachfrage seitdem stetig ansteigen lassen. Allein in Deutschland gibt es bereits über 25.000 gebaute und sanierte Wohnungen, Büros, Schulen und andere Gebäude, die nach dem Passivhaus-Standard errichtet wurden. Damit steht der Standard an der Schwelle zur flächendeckenden Umsetzung. Im Hinblick auf den von der EU-Gebäude-Richtlinie ab 2021 vorgeschriebenen Niedrigstenergiegebäude-Standard für Neubauten kommt der Passivhausbauweise besondere Bedeutung zu.
Informationen zu Förderangeboten sind im „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de, der „Energieseite“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Informationen zu Möglichkeiten der Gebäudemodernisierung unter www.energiesparaktion.de zu finden.

Rabenau, 18. Dezember 2017

Der Gemeindevorstand
Der Gemeinde Rabenau

H i l l g ä r t n e r
Bürgermeister